Ideen, Perspektiven und Visionen

„NRW wohnt“ in Ballungszentren und im ländlichen Raum; NRW wohnt in City-Appartements, in Etagenwohnungen, in Großsiedlungen und in familiengerechten Eigenheimen. Und NRW wohnt in altengerechten Seniorenwohnungen und in modernen Single-Appartements. Kurz: Wohnen kennt in Nordrhein-Westfalen viele Facetten.

Der demografische Wandel rückt das Thema in den kommenden Jahren verstärkt in den Fokus nicht nur der Fachwelt, sondern auch der öffentlichen Wahrnehmung. Bevölkerungsrückgang, Alterung und Veränderung der Familienstrukturen werden die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten völlig verändern. Im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik werden immer weniger Kinder geboren. Demografen sagen einen Rückgang der Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens um zwei Millionen bis zum Jahr 2050 voraus. Ein Drittel der Bewohner NRWs werden dann 65 Jahre oder älter sein.

Diese strukturellen Veränderungen der Gesellschaft stellen Architektur, Stadtplanung, Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen. Erste Tendenzen sind heute bereits ablesbar: Die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum steigt. Familienstrukturen ändern sich – und damit auch die Bedürfnisse, die junge Leute an das Wohnen stellen. Die Zahl der Single-Haushalte wächst. Zugleich messen viele Menschen der Wohnung in Zeiten einer als fordernd empfundenen Arbeitswelt einen steigenden Wert bei. Sie ist Rückzugsraum, Ort der Ruhe und Entspannung.

Zukunftsweisende Wohnformen

Wer wohnt mit wem? In Zeiten, in denen Familien immer kleiner werden und nur noch selten am gleichen Ort leben, finden sich Gleichgesinnte verschiedenen Alters und gründen Hausgemeinschaften in Mehrgenerationenhäusern.

Warum immer in der klassischen Mietwohnung leben? Längst gibt es Mietergemeinschaften, die sich selbst verwalten – ein Zeichen für Gemeinsinn. Immer beliebter auch: Wohnungen an ungewöhnlichen Orten – Zeichen für Individualität, für die nachhaltige Nutzung bestehender Gebäude, für die Diversifikation der Gesellschaft in immer spezifischere Milieus und Sub-Gruppen.

Stadt und Land – ein Gegensatzpaar? Vorteile gibt es auf beiden Seiten. Städte und Oberzentren bieten den Bewohnern Abwechslung, gute Infrastruktur und Verkehrsanbindungen. Das Wohnen im ländlichen Raum erhält seinen Reiz durch Natur, Ruhe und „Entschleunigung“.

Wir werden bunter. Das gemeinsame Leben verschiedener Bevölkerungsgruppen im Quartier und Stadtteil rückt stärker in den Blickpunkt. Wie kann die Integration von Zuwanderern gelingen, wie können unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Lebensrhythmen in Einklang gebracht werden?

Wie wollen wir wohnen

„NRW wohnt“, die Aktionsplattform für Leben und Wohnen in Nordrhein-Westfalen, fragt: „Wie wollen wir wohnen?“ Antworten suchen und geben Fachleute der Planungs- und Wohnungsmarktbranche, aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Forschung.

Antworten sollen vor allem aber auch Sie, die Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens, geben. „NRW wohnt“ will Erfahrungen sammeln, neue Ideen und Ansätze präsentieren und diskutieren, eine Plattform zum Austausch bieten, Impulsgeber sein.

Der gesellschaftliche Wandel stellt eine Herausforderung dar und bietet zugleich vielfältige Chancen. „NRW wohnt“ will dieses Potenzial in Veranstaltungen, Gesprächen und Ausstellungen aufdecken und öffentlich diskutieren. Am Ende sollen Ziele, Perspektiven und Visionen stehen – für das Leben und Wohnen in Nordrhein-Westfalen.

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