Rüttgers: "Wohnen für die Politik ein Thema!"

Gruppe von acht Männern im Foyer stehend.
Gaben gemeinsam das Startsignal für die Aktionsplattform „NRW wohnt“ (v. l.): Michael Arns (Vizepräs. AKNW), Prof. Dr. Horst W. Opaschowski (Zukunftsforscher), Hartmut Miksch (Präs. AKNW), Dr. Jürgen Rüttgers (Ministerpräsident NRW), Günter Kozlowski (Staatssekretär MBV), Dr. Christian Schramm (Vizepräs. AKNW), Reiner Fuest (Vizepräs. AKNW) und Burghard Schneider (Verbandsdirektor VdW RW) - Foto: T. Saltmann

„Ihre Veranstaltungsreihe ist wichtig und kommt genau zur rechten Zeit!“ NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zeigte sich bei der Auftaktveranstaltung zur Aktionsplattform „NRW wohnt“ als äußerst interessiert am Thema „Wohnen“. In einer eindringlichen Rede vor über 500 Gästen belegte er eindrucksvoll, warum er die Schirmherrschaft über die Aktionsplattform der Architektenkammer Nordrein-Westfalen „gerne“ übernommen hat.

Das Interesse am Thema „Wohnen“ liege gegenwärtig förmlich in der Luft, so Hartmut Miksch. Mit „NRW wohnt“ wolle die Kammer vor allem die derzeit noch unabhängig voneinander laufenden Diskussionen in der Fachwelt und in der allgemeinen Öffentlichkeit zusammenführen und eng verzahnen.

Den verstärkten Austausch zwischen Planern, Wohnungswirtschaft und Nutzern wünscht sich auch der Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen: „NRW wird in den nächsten Jahren weniger, älter und bunter“, so Verbandsdirektor Burghard Schneider. „Die Städte im Land können deshalb nur lebensfähig, liebenswert und lebendig sein und bleiben, wenn sie auch unter diesen veränderten Bedingungen attraktive Wohnquartiere für die unterschiedlichen Gruppen anbieten.“

Projektpartner VdW und MBV

Der VdW RW ist einer der engen Kooperationspartner der AKNW für die Aktionsplattform „NRW wohnt“. Weiterer Partner ist das nordrhein-westfälische Bauministerium.

Günter Kozlowski, Staatssekretär im NRW-Bauministerium, hob in einem Statement hervor, dass sich die Landesregierung mit Nachdruck und großem finanziellen Engagement der Ertüchtigung und Optimierung des Wohnungsbestands in Nordrhein-Westfalen widme. „Allein für den sozialen Wohnungsbau wenden wir jedes Jahr rund 800 Mio. Euro auf“, so Kozlowski.

Rüttgers: Neue „Idee von Stadt“

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ging in seinen Betrachtungen des Themas Wohnen weiter. „Ich fordere die Entwicklung einer neuen Stadtplanung“, so Rüttgers. „Wir müssen uns über die Idee von Stadt unterhalten.“ Dabei müsse nicht alles neu erfunden werden; was aber vielfach verloren gehe, sei ein Stadtbild mit menschlichem Maßstab. Rüttgers forderte „schönere Städte“ und „eine Stadt der kurzen Wege“. Man müsse diese Fragen auch mit den Menschen im Lande diskutieren. „Deshalb ist ‚NRW wohnt‘ eine wichtige und richtige Veranstaltungsreihe.“

Internetforum und Veranstaltungen

Die Themen, die auf der Aktionsplattform „NRW wohnt“ in den kommenden zweieinhalb Jahren diskutiert werden, wurden im Verlauf der Veranstaltung in knapper, oft auch kurzweiliger Form vorgestellt. Dabei kamen nicht nur Fachleute wie Landeskurator Prof. Dr. Udo Mainzer zu Wort, sondern auch Mietervertreter wie Martin Dzulko aus Münster und Kabarettist Willibald Pauels alias „Ne Bergische Jong“.

Neben den Veranstaltungen, die ab Januar 2008 starten, hat die AKNW eine Internetplattform eingerichtet, die Programme, Materialien und eine Datenbank themenbezogener Projekte und Veranstaltungen bietet. Unter www.nrw-wohnt.de sind u. a. auch die Reden der Eröffnungsveranstaltung abrufbar.

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