Wohnen in der ehemaligen Widra-Waagenfabrik
Auf dem Gelände der im Jahr 1900 am Rande der Aachener Innenstadt erbauten Widra-Waagenfabrik wurde ein Planungskonzept verwirklicht, das durch den teilweisen Abriss der Fabrikationshallen und die Ergänzung von Neubauten die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers ermöglicht.
Entstanden sind 23 öffentlich geförderte Wohnungen, zwei ambulant betreute Wohngruppen und zwei Praxen. Die umgenutzten Gewerbehallen wurden durch einen Neubau in einer bestehenden Baulücke ergänzt. Alle Wohnungen sind barrierefrei ausgestattet. Das Projekt verfügt über eine Regenwassernutzung. Die Dachflächen werden für eine Photovoltaikanlage genutzt.
Stadt: | Aachen |
Kategorie: | Gemischte Nutzung |
Entwurfs- | Glashaus Architekten psg, Aachen |
Bauherren: | Schleiff Denkmalentwicklung GmbH |
Fertigstellung: | 2007 |
Begründung der Jury
„Welch intimes Wohnquartier in historischem Kontext ist hier gelungen: Ohne ihre industrielle Vergangenheit zu verleugnen, wurde in einer Industriebrache ein Wohnkonzept der Gegenwart entwickelt. Die mit hoher Gestaltungsqualität, durch Abriss von Teilen, durch Umnutzung und Neubau errichteten Wohnungen atmen Großzügigkeit und Frische; wobei zunächst 23 öffentlich geförderte Wohnungen und zwei ambulant betreute Gruppenwohnungen entstanden sind. Besonders bemerkenswert sind jedoch neue Wohnformen, wie altengerechte Wohnungen mit direktem Außen- und Gartenzugang sowie zwei betreute Wohngruppen für alte Menschen mit je acht Bewohnern. Eine seltene Chance für Menschen, die nicht mehr allein und zu Hause leben wollen oder können - und nachahmenswert.“








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