Wohnen und Arbeiten in einer denkmalgeschützten Fabrik

Die denkmalgeschützte Etagenfabrik wurde 1910 in Köln erstellt. Es ist ein viergeschossiges Massivgebäude in typischer Ziegelbauweise mit Industrieverglasung im gründerzeitlichen Blockinnenbereich. Umgenutzt wurde das Gebäude zu 3.800 Quadratmetern Wohn- und Arbeitsraum.

Die ursprüngliche Industrieverglasung blieb erhalten. Um den aktuellen Wärmeschutzanforderungen zu entsprechen, wurden von innen Holzfenster eingesetzt. Vorhandene und ursprüngliche Spuren bleiben sichtbar. Die neue Nutzung wurde aber klar in den Vordergrund gestellt. Hauptnutzer sind Familien mit Kindern. Die barrierefreie Erschließung erfolgt durch Einbindung der vorhandenen Lastenaufzüge.

Ansicht auf das ehemalige Speichergebäude von der gegenüberliegenden Rheinseite aus.

Stadt:

Köln

Kategorie:

Gemischte Nutzung

Entwurfs-
verfasser:

Piroeth Architektur, Köln
Dipl.-Ing. Architektin Ute Piroeth

Bauherren:

Dr. Kurth / Pollerhof GbR, Köln

Fertigstellung:

2002

 

Begründung der Jury

„Der Umbau der denkmalgeschützten ehemaligen Metallwarenfabrik zu Wohnlofts zeigt in vorbildlicher Weise, dass neuzeitliches, familiengerechtes Wohnen mit Kindern auch innerstädtisch in einer ehemaligen Fabrik qualitätvoll möglich ist. Das Projekt verwirklicht gleichzeitig die Forderungen der Nutzungsmischung von Wohnen und Arbeiten und schafft entsprechende Synergieeffekte. Kinder- und Altengerechtheit als Voraussetzungen zukunftsweisenden, generationsübergreifenden Wohnens werden durch die Einbindung der vorhandenen Lastenaufzüge gewährleistet. Hervorzuheben ist darüber hinaus die hohe gestalterische Qualität sowohl der neuen Bauelemente als auch bei der Wahrung historischer Strukturen und im Umgang mit dem Denkmalschutz. Das Konzept, ursprüngliche Strukturen sichtbar zu machen und gleichzeitig neue Strukturen und Nutzungen klar heraus zu stellen, hat zu einem überzeugenden Gesamtergebnis geführt.“